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Jane Gardam

Weit weg von Verona

 
«… Der Titel ist weit weg vom Geschehen, der Zweite Weltkrieg beherrscht das Leben der Menschen in einem kleinen Küstenort, die 13-jährige Jessica Vye erlebt innerhalb des Verzichts, der Angst um das Überleben ihre erste Schwärmerei, “entdeckt” ihre Gabe, Gedanken lesen zu können, spinnt sich mit Begegnungen und Schreiben den eigenen Lebensfaden und ich lerne einen lebensklugen Vater, eine gelassene Lehrerin, und eine sehr belesene, ein wenig vom Mädchenschulsystem und auch den Beziehungen zwischen den Menschen am Stadtrand und denen mit Geld kennen, nach dem eine versehentlich detonierte Fliegerbombe den Krieg direkt ins Jessicas Bewusstsein katapultierte, dabei bewahrt sie eine kindliche Sicht, die erfrischende Neugier und den unfassbaren Mut, sich selbst zu bleiben und diese Entwicklung lässt sich mittels Briefen nachverfolgen, die in einer Mischung aus Witz und Geradlinigkeit jedes Detail des Teenagerlebens offenbaren, das niemals jammernd oder als belastend dargestellt wird. Obwohl altersmässig weit von Jessica entfernt, ist dieser Ausflug in die fremde Jugend ein gern erinnertes Vergnügen, auch weil ich mich immer wieder fragte: wie macht sie das? Dass Dialoge und erzählende Sequenzen so lebendig und charmant wirken?»